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Historische Räume im Schloss Lichtenwalde

Ein Rendezvous der Künste

Noch heute rufen die Repräsentationssäle der ehemaligen gräflichen Bewohner in dem dreiflügeligen Schloss Staunen hervor:  Das „Königszimmer“, in dem hochgestellte Gäste und der sächsische König höchst selbst logierten, der „Rote Salon“, der „Grüne Salon“ und das "Chinesische Zimmer" können im Rahmen des Schatzkammer-Museums besichtigt werden. Von 2007 bis 2009 wurden die Räume liebevoll restauriert und erstrahlen nun wieder in neuem Glanz. In einer Schlossführung sehen Gäste zudem die Schlosskapelle mit einer der noch wenigen erhaltenen Donati-Orgeln sowie das Teehaus im prachtvollen Innenhof.

Auf dieser Seite möchten wir die einzelnen Räume kurz näher vorstellen.

Grüner Salon im Schloss Lichtenwalde

Der Grüne Salon

Einst diente der Grüne Salon als gräfliche Bibliothek. Büchersammlungen waren im Barock, als sich die politisch führende Klasse mit Geistesgrößen ihrer Zeit in sogenannten „Sprachgesellschaften“ begegnete, ein Zeichen der Zugehörigkeit zur Elite. Erhöht wird der Reiz dieses Raumes durch die beiden klassizistischen Wandspiegel, in denen sich die modern gehaltenen Stühle spiegeln. Besonders prägnant: der Altan, ein Balkonartiger Anbau, führt an der Südseite mit einer breiten Treppe hinunter in den wunderschönen Schlosspark.

Heute finden im Grünen Salon verschiedene Veranstaltungen und traumhafte Hochzeiten statt.


Der Rote Salon

Der Rote Salon knüpft an die Tradition der gräflichen Bibliothek als Zeichen der Zugehörigkeit zur Elite an. Schon die Grafen Vitzthum hatten diesen Salon als Gemäldegalerie ausgestaltet. Leider ging, besonders in den Nachkriegswirren, vieles vom ehemaligen Inventar verloren. So sind die Sitzmöbel, die heute den Raum zieren, Leihgaben des Chemnitzer Schlossbergmuseums. Die Gemälde sind der Schenkung Brühl zu verdanken.

Seinen Namen erhielt der Rote Salon aufgrund der prächtigen weinroten Seidendamast-Tapete, die bei der Restaurierung extra von einer sächsischen Manufaktur angefertigt wurde.
 

Roter Salon im Schloss Lichtenwalde (c)Sylvio Dittrich


Königszimmer im Schloss Lichtenwalde (c) Lutz Zimmermann

Das Königszimmer

Im Königszimmer logierten die hochgestellten Gäste der Grafenfamilie. Dazu gehörten unter anderem auch sächsische Könige. Das Apartement besteht aus einem großen Hauptraum mit Kamin, einem früher als Schlafgemach genutzten Nebenraum sowie einem kleinen Vorraum. Schlafgemach und Vorraum sind durch eine Tür verbunden. So konnte die Dienerschaft das Bett herrichten, ohne die anwesenden Gäste zu stören.

Die aus einem Leinen-Yucca-Gemisch bestehende Textilbespannung konnte während der Restaurierungsarbeiten in ihrer ursprünglichen Struktur und Farbigkeit rekonstruiert werden. So erstrahlt der Raum heute wieder in früherer Anmutung.


Das Chinesische Zimmer

Das Chinesische Zimmer präsentiert im Schloss Lichtenwalde den Höhepunkt der barocken Raumflucht. Bis heute weist es sich durch seine Authentizität aus, denn der Großteil der Ausstattung wurde vor dem Brand 1905 gerettet.

Noch aus der Zeit des Schlossbaus stammt die reich gegliederte Holzrahmung, in die 34 chinesische Holzschnitte und Tuschemalereien eingelassen sind. Die Bilder zeigen Szenen aus dem chinesischem Familienleben. Auf den zahlreichen hölzernen Wandkonsolen werden heute wieder chinesische und japanische Porzellane, Lackobjekte und Cloisonnéarbeiten präsentiert, die dem Raum seine alte Pracht zurückgeben.
 

Chinesisches Zimmer im Schloss Lichtenwalde (c) Lutz Zimmermann


Schlosskapelle Lichtenwalde (c)Dr. Katharina Müller

Die Schlosskapelle

Die Schlosskapelle gehört zur ältesten Bausubstanz der barocken Anlage. Zurückgehend auf die Vorgängerburg aus dem 13. Jh. wurde sie im 15. Jh. und später noch einmal von 1622 bis 1623 erneuert. Heute präsentieren sich in der Kapelle Elemente aus den unterschiedlichen Bauzeiten. Das Kirchenschiff ist spätromanisch und frühgotisch, das Kreuzrippengewölbe entstand beim Umbau im 15. Jh. und die Patronatsloge ist ein Element aus dem 18. Jh.
 
Ein weiteres Highlight der Schlosskapelle ist eine der noch wenig erhaltenen Donati-Orgeln in ihrem Inneren. Erbaut im Jahr 1741 von dem Orgelbauer Johann Christoph Gottlob Donati aus Glauchau wurde das Instrument in den Jahren 2009 bis 2012 sowohl technisch als auch klanglich rekonstruiert.