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Der Augustusburger Cranach-Altar

in neuem Glanz

Der Augustusburger Cranach-Altar

Augustusburger Cranach-Altar
Die mehr als sieben Jahre dauernden Restaurierungsarbeiten im Innenbereich der Kirche von Schloss Augustusburg wurden 2015 abgeschlossen. Sowohl der Cranach-Altar als auch die Cranach-Kanzel erstrahlen wieder in vollständiger Schönheit und ursprünglicher Farbigkeit.

Das imposante Sakralbild von Lucas Cranach dem Jüngeren (1515-1586) ist von unschätzbarem historischem Wert für Sachsen und darüber hinaus und das einzige erhaltene Bildnis, das die kurfürstliche Familie im zeitgemäßen Habitus der Renaissance zeigt.

Die Restaurationsarbeiten an Malerei, Rahmen und Konstruktion von Cranach-Altar und Cranach-Kanzel fanden direkt vor Ort statt, in der Augustusburger Schlosskirche. Eine besondere Herausforderung war die Sicherung der Risse, die Verstärkung der nur noch 1,15 Zentimeter dicken Lindenholztafeln sowie die Installation einer Klimakammer. Messfühler zeichnen nun jede Veränderung von Klima und Holz auf. Denn vor allem die stark schwankenden Temperaturen in der spätmittelalterlichen Schlosskirche (zwischen 1,5 und 27,6 Grad Celsius) machten dem Altarbild zu schaffen.

Es war einst Kurfürst August selbst, der Altarbild und Kanzel in der damals weit bekannten Werkstatt von Lucas Cranach dem Jüngeren im sächsisch-anhaltinischen Wittenberg in Auftrag gab. In einem Schriftwechsel vom 26. Februar 1569 bittet der Künstler Kurfürstin Anna, ihm ein Verzeichnis ihrer Kinder mit Altersangaben und Bildnissen zu schicken. Aus dem Schriftwechsel wird auch deutlich, welche logistischen Herausforderungen Ende des 16. Jahrhunderts der Transport eines mehr als drei mal zwei Meter großen Altars sowie der Kanzel mit sich zog. Um 1572 schließlich werden Altar und Kanzel per Schiff nach Dresden gebracht und per „eigener Fuhre nach Augustusburg“ befördert.